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MÄRZ 2016 _ Hengen

Magura: Vom Gasdrehgriff zur eMobilität in 4 Generationen

Bremsen können viele

Magura-Gesellschafter Fabian Auch, Ur-Ur-Enkel des Firmengründers Gustav Magenwirth, nutzt seine Beziehungen im Radsport, um einen "Hochleistungsverrückten" wie den Bike-Trial-Akrobaten Danny MacAskill als Werbeträger zu gewinnen. CEO Ralph Berndt kennt das Unternehmen schon seit Jugendtagen -  "denn mein erstes Moped war eine Zündapp". Gemeinsam ist das Magura-Führungstandem aber erst seit vier Jahren in der Munz-Magenwirth-Gruppe aktiv und präsentierte sich im März erstmals dem Marketing-Club Neckar-Alb - im ebenfalls noch recht neu glänzenden Montagewerk Hengen. Über Qualität mochte Berndt in seinem Vortrag erst gar nicht groß reden: "Das ist die Grundvoraussetzung. Bremsen können viele. Wir stellen 1,3 Millionen Stück pro Jahr auf gleich hohem Niveau her." Lieferketten, schneller Service und die kleinen Details, die ein Gesamtpaket besser machen als die Summe der Einzelteile, waren dagegen Kernthemen. 

Die digitale Zukunft habe im Zweiradbereich schon längst Einzug gehalten, zeigte Bernst anhand automatischer Einstellungen von Federgabeln von Mountainbikes oder Verschleißanzeigen für Bremsbeläge. Club-Vizepräsident Michael Rampf, der den Abend moderierte, zeigte sich "ganz gespannt auf elektronisch verstellbare Sättel."  Wie Berndt dazu ausführte, wird der Drahtesel zum Datenleser. Für Magura gelte es, den Wust anfallender Sensorenwerte effektiv für die Biker und für eigene Angebote zu nutzen. Als nächsten Standard für Motorräder kündigte Berndt den elektronischen Gasdrehgriff an, "wegen der immer strengeren Abgasvorschriften." Wie bei allen anderen Baugruppen gelte auch dabei das Magura-Motto: "Auf die Perfomance kommt es an. Das wollen wir als Marke auch nach innen im Unternehmen abbilden."    

Hintergrund:
Der schwäbische Tüftler und Erfinder Gustav Magenwirth gründete MAGURA im Jahre 1893 in Urach. Mit Petroleum-Motoren, hydraulischen Presspumpen und Wasserdruckapparaten legte er den Grundstein
 zu einer erfolgreichen Unternehmensgeschichte.

Die MAGURA entwickelt, fertigt und vertreibt mechanische, elektronische und hydraulische Komponenten und Systeme für Fahrräder, Motorräder sowie verschiedene weitere industrielle Anwendungen. Die Kunden der Unternehmensgruppe aus zahlreichen Branchen können ein großes Know-how und firmenübergreifende Synergieeffekte nutzen, um gemeinsam effiziente Antworten auf ihre täglichen Fragestellungen zu finden.

Heute gehören neben der MAGURA mit ihren Tochtergesellschaften in In- und Ausland auch die bebro mit ihren Töchtern zur international tätigen, in Familienbesitz befindlichen Munz Magenwirth Gruppe.

© 2017 Marketing-Club Neckar-Alb e.V.