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OKTOBER 2014 _ Reutlingen

eyevis - Einsatz von audiovisueller Technologie in der Unternehmensführung

Ein Abend vor der Mattscheibe

Um Medizintechnik ging es im Marketing-Club Neckar-Alb schon öfter, wobei die Teilnehmer an den Club-Terminen selten die neuesten Entwicklungen der Branche am eigenen Leib erspürten. Im Oktober lautete das Thema hingegen Medientechnik - bislang eher selten explizit besprochen, aber mittlerweile bei fast jedem Vortrag gegenwärtig.

Das Ambiente bei der Reutlinger Eyevis Gesellschaft für Projektions- und Großbildtechnik GmbH geizte denn auch nicht mit visuellen Reizfluten. Bildschirme in unterschiedlichsten Größen und Formen bracht edie Vortragsinhalte an nahezu alle Wände. Und weil alle brav ihre Rundfunkbeiträge gezahlt hatten, gab es nebenbei sogar öffentlich-rechtliches Fernsehprogramm.

Daniel Meindl, seit Herbst 2014 kaufmännischer Geschäftsführer bei Eyevis, überließ nach der Begrüßung den Hauppteil des Abends Geschäftspartner Andreas Maien von der Stuttgarter Macom GmbH. Der Geschäftsführer der "Ingenieursgesellschaft für audiovisuelle Kommunikationslösungen"schilderte anhand zahlreicher Beispiele eindrücklich, wie "mit Medientechnik Dinge förderlich unterlegt werden" - und nicht etwa Besucher von Firmenzentralen oder Ausstellungen manipuliert werden.

Maien berichtete aus eigener (Projekt-)Erfahrung von einem Kriegsmuseum im Iran, wo mit Dunkelheit, Motorengeräuschen und Wasserspritzern ein nächtlicher Panzervorstoß simuliert wird. Im neuen Uhrenturm in Mekka installierte das Unternehmen  astronomische Projektionen, wobei der Auftrag nur mit einem zum Islam konvertierten Bauleiter durchzuführen gewesen sei. In Düsseldorf habe man im Vodafone-Campus tausende zum Teil mannshohe Bildschirme untergebracht, was hohe Anforderungen an die Architektur wie die Gebäudetechnik gestellt habe. Um Details gehe es bei der Ausstattung von Großbanken mit Videokonferenztechnik. Maien zeigte Bilder von professionellen Fernsehstudios und hochauflösender Übertragungstechnik, mit der das "Zucken im Auge" des Gegenübers bei der Verhandlungen zu sehen sei.

Besonders ausführlich widmete sich Maien der von seiner Firma neu gestalteten Stuttgart 21-Ausstellung im Hauptbahnhof. Besonderen Wert habe man dabei darauf gelegt, für ein jüngeres Publikum etwa mit Touchscreens möglichst viele interaktive Elemente bereit zu stellen und daneben mit großen Postern und aufwändigen Modellen auf die Gewohnheiten der Älteren einzugehen: "Hätten wir von Anfang an die Ausstellung gemacht, wären die Proteste nicht so groß geworden", zeigte sich Maien von dem neuen Konzept äußerst überzeugt.

Die Medientechnik bei der Planung von Gebäuden fest mit einzubeziehen empfahl Maien jedenfalls eindringlich. Schließlich habe niemand etwas von einem teuren Konferenzraum, der sich nicht mit allen nötigen Funktionen unterteilen lasse oder den die Mitarbeiter meiden, weil es zu warm wird oder die Akustik bei bestimmter Bestuhlung nicht mehr stimmt. Daniel Meindl gab danach einen Ausblick auf die Herausforderungen, die dem Hardware-Hersteller Eyevis unmittelbar bevorstehen: "Die Zukunft geht in Richtung groß und 3D".

Hintergrund:
Bei eyevis gilt das ständige Streben nach kontinuierlicher Weiterentwicklung seiner Produktpalette, die stets die aktuellsten Technologien in perfekter Qualität beinhaltet.

Ausdruck dieser „State-of-the-art“-Philosophie sind immer neue, auf höchstem technischem Niveau realisierte Produkte beziehungsweise Projekte im Bereich Displays. Damit zählt eyevis zu den wenigen Herstellern, die ein komplettes System aus einer Hand anbieten können – Lösungen „Made in Germany“.

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