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rückblick

JULI 2013 _ Hechingen

Sommerlounge 2013

Netzwerker unter sich

Sonne, Garten, Live-Musik (diesmal: Amy McLaughlin und die "Hot Scotts") sowie Delikatessen in gesprächsfreundlicher Dosierung: Ganz klar, im Juni stand wieder die Sommer-Lounge des Marketing-Club Neckar-Alb an. Das Programm in der und um die Hechinger Villa Eugenia erwies sich als aus einem Guss, denn formal und inhaltlich konzentrierte sich alles auf den ureigensten Zweck eines jeden Clubs: Networking.

Als Referent des Abends ließ Alexander Maute, Geschäftsführer der Joma-Polytec GmbH Bodelshausen und im Kompetenznetzwerk Medical Valley Hechingen aktiv, den anderen Club-Mitgliedern viel Raum für die persönlichen Gespräche in größeren und kleineren Runden. Seine kurzen Ausführungen zur Branchen-Organisation kamen umso besser an: "Wir finden das Medical Valley gut, weil es - wie der Marketing-Club - ein Netzwerk für die Region ist. Und außerdem sind wir darüber an die Villa gekommen", zog Club-Präsident Prof. Dr. Gerhard Braun ein begeistertes Fazit.

Tatsächlich hat ein Förderverein mit viel ehrenamtlicher Arbeit die letzte Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen restauriert  und organisiert nun den regen Veranstaltungsbetrieb. Das Gebäude ist jedoch auch Sitz des 2009 gegründeten Medical Valley Akademie e.V., wodurch sich die Klammer um Ort und Thema ergab. Im Rahmen der Akademie gibt es jährlich mehrere Workshops und Informationsveranstaltungen für die Branche, außerdem biete der Verein Praktikantenseminare und Praktikumsbörsen an, bei denen die 43 Mitgliedsunternehmen besispielsweise Kontakte zu Absolventen des Tübinger Studiengangs Medizintechnik anbahnten. Zu den Highlights im Veranstaltungskalender zählt auch die alljährliche Präsentation des Medizintechnik-Reports der Beratungsfirma Ernst & Young.

Wer beim Begriff "Medical Valley" an enge Grenzen dachte, belehrte Maute eines Besseren: Zwar ginge das Netzwerk auf ein Hechinger Stadtmarketing-Instrument zurück. Mittlerweile reiche jedoch das Einzugsgebiet von Stuttgart bis Tuttlingen. "Bei 20.000 Einwohner sind in Hechingen bereits 2.000 Menschen in der Medizintechnik beschäftigt", erklärte Maute, dass es mittlerweile nicht mehr primär um die Neuansiedlung von Medizintechnik-Firmen auf dem Stadtgebiet gehe. "Die Stadt sieht sich als Teil der Region", sagte Maute, das Netzwerk verstehe sich entsprechend als Ansprechpartner für ausländische Investoren und biete Anknüpfungspunkte für Forschung und Ausbildung vor Ort. Nicht gelte es, Know-how und Wertschöpfung in der Region zu halten: "Wenn vielversprechende Ausgründungen von der Universität Tübingen auf den Markt kommen, hört die Förderung auf. Dann müssen sich die jungen Unternehmen verkaufen - und oft an die Großkonzerne dieser Welt verschenken." Das Kompetenznetzwerk mit seinen Partnern könne diesen Verlust abfangen .

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